
Inhaltsverzeichnis
- Die fünf Komma drei Prozent verstehen
- Die finanzielle Belastung in der Praxis
- Wettanbieter ohne Steuer: Die Goldgruben
- Steuer-Optimierungsstrategien für deutsche Wetter
- Die Steuererklärung: Was müssen Wetter wissen?
- Internationale Perspektive: Wie macht es der Rest?
- NEO.bet und die Kombiwetten-Nische
- Tools und Tracking für steueroptimiertes Wetten
- Die Zukunft der Wettsteuer in Deutschland
- Realistische Erwartungen für Wetter in Deutschland
- Mein persönlicher Umgang mit der Steuer
- Die unbequeme Wahrheit
Ich saß im Sommer zweitausendeinundzwanzig vor meinem Laptop und starrte ungläubig auf die Zahl. Minus dreihundertachtzig Euro. Nicht durch verlorene Wetten, sondern durch die Wettsteuer. In einem einzigen Monat. Das war der Moment, als mir klar wurde: Die fünf Komma drei Prozent sind kein kleines Detail, sie sind ein massives Problem.
Vor der Regulierung hatte ich nie über Steuern nachgedacht. Wetten platziert, gewonnen oder verloren, fertig. Dann kam der Glücksspielstaatsvertrag und mit ihm die Realität. Jeder Einsatz kostet jetzt zusätzliches Geld. Nicht jeder Gewinn, jeder einzelne Einsatz. Das ist der Unterschied zwischen profitabel sein und langsam ausbluten.
Heute erkläre ich euch, wie diese Steuer wirklich funktioniert, warum sie so brutal ist und vor allem: wie ihr sie legal minimieren könnt. Nicht umgehen, nicht hinterziehen, sondern intelligent damit umgehen. Denn es gibt Wege.
Die fünf Komma drei Prozent verstehen

Die Wettsteuer in Deutschland beträgt fünf Komma drei Prozent auf den Einsatz. Nicht auf den Gewinn, auf den Einsatz. Das ist der erste große Missverständnis. Viele denken, wenn sie hundert Euro gewinnen, zahlen sie fünf Euro Steuer. Falsch.
Du wettest hundert Euro, du zahlst einhundertfünf Komma dreißig. Die fünf Komma drei Prozent werden direkt beim Platzieren der Wette fällig. Gewinnen oder verlieren ist der Steuer egal. Du zahlst sie in jedem Fall.
Rechnen wir das mal konkret durch. Quote zwei Punkt null, Einsatz hundert Euro. Ohne Steuer: Du zahlst hundert, bei Gewinn bekommst du zweihundert zurück, dein Profit ist hundert Euro. Mit Steuer: Du zahlst einhundertfünf Komma dreißig, bei Gewinn bekommst du zweihundert zurück, dein echter Profit ist vierundneunzig Komma siebzig. Das sind fünf Komma drei Prozent weniger Gewinn.
Klingt überschaubar? Ist es nicht. Weil du nicht nur einmal im Monat wettest. Du wettest vielleicht zehn, zwanzig, dreißig Mal. Bei tausend Euro Monatsumsatz zahlst du dreiundfünfzig Euro Steuer. Im Jahr sechshundertdreißig Euro. Nur an Steuern, zusätzlich zu deinen normalen Verlusten.
Ich kenne Wetter, die früher mit drei bis fünf Prozent ROI gearbeitet haben. Solide Gewinne über Jahre. Seit der Steuer sind sie bei null oder im Minus. Die fünf Komma drei Prozent haben ihren kompletten Vorteil aufgefressen. Das ist kein theoretisches Problem, das ist Realität für tausende deutsche Sportwetter.
Die Steuer gilt übrigens für alle Wettarten. Einzelwetten, Kombiwetten, Systemwetten, Live-Wetten. Egal. Fünf Komma drei Prozent auf alles. Es gibt keine Freibeträge, keine Ausnahmen, keine Gnade.
Warum ausgerechnet fünf Komma drei Prozent? Das kommt von der alten Rennwett- und Lotteriesteuer. Die wurde einfach übernommen für Sportwetten. Keine Ahnung, ob da irgendeine wissenschaftliche Grundlage dahintersteckt oder ob die Zahl aus dem Hut gezogen wurde. Fakt ist: Sie existiert und sie tut weh.
Die finanzielle Belastung in der Praxis
Lass mich dir zeigen, was die Steuer über ein ganzes Jahr bedeutet. Nehmen wir einen durchschnittlichen Hobbywetter. Setzt im Monat etwa tausend Euro um. Das sind zehn bis fünfzehn Wetten, nichts Wildes.
Monatlich zahlt dieser Wetter dreiundfünfzig Euro Steuer. Jährlich sechshundertdreißig Euro. Sechshundertdreißig Euro, bevor er auch nur eine einzige Wette gewonnen oder verloren hat. Das ist Geld, das einfach weg ist.
Jetzt kommt der Killer: Stell dir vor, du hast Glück und einen positiven ROI von fünf Prozent. Bei tausend Euro Umsatz pro Monat machst du fünfzig Euro Gewinn. Klingt gut, oder? Aber nach Steuern bleibst du bei minus drei Euro. Dein kompletter Skill, deine ganze Analyse, deine Disziplin – alles ausgelöscht durch die Steuer.
Um nach Steuern profitabel zu sein, brauchst du mittlerweile einen ROI von über sechs Prozent. Das schaffen vielleicht zehn Prozent der Wetter. Der Rest blutet langsam aus. Nicht durch schlechte Wetten, sondern durch die Steuerbelastung.
Ich habe das an mir selbst erlebt. Vor der Regulierung hatte ich einen durchschnittlichen ROI von etwa vier Prozent. Nicht spektakulär, aber konstant. Seit Juli zweitausendeinundzwanzig bin ich bei knapp über null. Meine Wetten sind nicht schlechter geworden, die Rahmenbedingungen haben sich geändert.
Die Steuer wirkt sich auch auf deine Quoten aus. Quote zwei Punkt null wird effektiv zu Quote eins Punkt neun. Quote eins Punkt fünf wird zu eins Punkt vier zwei. Jede einzelne Quote verschlechtert sich um fünf Komma drei Prozent. Das summiert sich über hunderte Wetten zu einem massiven Nachteil.
Die Breakeven-Quote – also die Quote, ab der du langfristig weder gewinnst noch verlierst – steigt von zwei Punkt null auf zwei Punkt eins eins zwei. Klingt nach wenig, aber bei niedrigen Quoten wird der Unterschied brutal. Eine Quote von eins Punkt fünf ist ohne Steuer okay, mit Steuer ist sie ein Verlustgeschäft.
Wettanbieter ohne Steuer: Die Goldgruben

Es gibt drei Anbieter in Deutschland, die die Wettsteuer komplett selbst zahlen. Nicht teilweise, nicht bei bestimmten Wettarten, sondern immer und überall. Das sind Tipico, Winamax und Bet365.
Bei diesen Anbietern wettest du hundert Euro und zahlst hundert Euro. Punkt. Die fünf Komma drei Prozent trägt der Anbieter. Das ist ein sofortiger Vorteil von über fünf Prozent auf jeden einzelnen Einsatz.
Ich habe alle drei Accounts und nutze sie als meine Hauptplattformen. Tipico ist mein Primärkonto für Bundesliga und deutsche Ligen. Die Quoten sind solide, die Plattform ist stabil, und sie haben das größte Wettangebot im deutschen Markt. Als deutscher Anbieter kennen sie auch die Bundesliga am besten.
Winamax ist mein zweites Standbein. Die sind aus Frankreich und haben entsprechend starke Quoten für Ligue 1 und andere französische Ligen. Bei Tennis sind sie auch oft besser als die Konkurrenz. Und sie haben einen sehr fairen Neukundenbonus ohne absurde Umsatzbedingungen.
Bet365 ist der Weltmarktführer und seit Anfang zweitausendvierundzwanzig auch in Deutschland steuerfrei. Ihr Vorteil: Das mit Abstand tiefste Wettangebot. Du findest dort Märkte, die es woanders nicht gibt. Für Live-Wetten sind sie unschlagbar. Und ihre Livestreams sind gratis, solange du Guthaben auf dem Konto hast.
Der Haken an der Sache: Diese Anbieter können die Steuer nur zahlen, weil sie irgendwo anders Geld verdienen müssen. Manchmal haben sie minimal schlechtere Quoten als die Konkurrenz. Manchmal ist ihre Marge in Nischenmärkten höher. Das ist okay, solange der Gesamtvorteil positiv ist.
Ich mache regelmäßig Quotenvergleiche. Nehme ein durchschnittliches Bundesliga-Spiel und vergleiche die Quoten von Tipico, Winamax, Bet365 gegen Anbieter mit Steuer wie Betano oder Bwin. In neun von zehn Fällen ist selbst nach Berücksichtigung der Steuer der steuerfreie Anbieter vorne. Die Quoten müssten schon zehn Prozent schlechter sein, damit sich der Vorteil aufhebt.
Nebenbei gibt es noch Anbieter, die teilweise auf die Steuer verzichten. NEO.bet zahlt die Steuer für alle Kombiwetten. Das ist interessant, wenn du gerne Kombis spielst. Aber aufgepasst: Kombiwetten haben generell schlechtere Expected Values als Einzelwetten. Nur weil sie steuerfrei sind, werden sie nicht automatisch gut.
Merkur Bets hatte zeitweise Aktionen mit steuerfreien Wetten. Das wechselt aber ständig. Es lohnt sich, die Newsletters zu lesen und Ausschau nach solchen Promotions zuhalten.
Steuer-Optimierungsstrategien für deutsche Wetter

Die erste und wichtigste Strategie: Nutze mehrere Accounts bei steuerfreien Anbietern. Tipico, Winamax, Bet365 – das sind drei mal eintausend Euro Einzahlungslimit pro Monat. Dreitausend Euro monatlich komplett steuerfrei. Das reicht für die allermeisten Hobbywetter.
Meine Account-Rotation funktioniert so: Ich zahle bei allen drei Anbietern am Monatsanfang das Maximum ein. Dann nutze ich den Account, der für die jeweilige Wette die beste Quote hat. Bundesliga bei Tipico, internationale Spiele bei Bet365, französischer Fußball bei Winamax. So hole ich das Maximum raus.
Das Einzahlungslimit von eintausend Euro pro Monat und Anbieter ist natürlich eine Beschränkung. Aber es zwingt dich auch zur Disziplin. Wenn du mehr als dreitausend Euro im Monat verpulverst, hast du sowieso andere Probleme als die Wettsteuer.
Die zweite Strategie: Quotenvergleich mit Steuerberechnung. Eine Quote von zwei Punkt null bei einem Anbieter mit Steuer ist effektiv eins Punkt neun. Eine Quote von eins Punkt neunundneunzig bei Tipico ohne Steuer ist also besser. Klingt kompliziert, aber du gewöhnst dich dran.
Ich habe mir ein Excel-Sheet gebaut, das mir automatisch die Netto-Quoten berechnet. Gebe die Quote ein, es rechnet automatisch die Steuer mit rein oder nicht, je nach Anbieter. Spart Zeit und verhindert Fehler. Kann ich jedem empfehlen, der ernsthaft wettet.
Die dritte Strategie: Wettarten gezielt wählen. Bei NEO.bet sind Kombiwetten steuerfrei, Einzelwetten nicht. Wenn ich also sowieso eine Kombi spielen will – was ich selten tue, aber manchmal passt es –, dann mache ich das bei NEO.bet. Da spare ich die fünf Komma drei Prozent.
Aber Vorsicht: Lass dich nicht dazu verleiten, Kombis zu spielen, nur weil sie steuerfrei sind. Kombiwetten haben in der Regel einen schlechteren Expected Value als Einzelwetten. Die fünf Prozent Steuerersparnis helfen dir nicht, wenn die Kombi mathematisch ein schlechtes Geschäft ist.
Arbitrage-Wetten sind durch die Steuer fast unmöglich geworden. Früher konnte man manchmal Quoten bei verschiedenen Anbietern so kombinieren, dass man garantiert Gewinn macht. Aber die fünf Komma drei Prozent fressen die Marge auf. Es sei denn, du findest eine Arb zwischen zwei steuerfreien Anbietern. Das ist selten, aber es passiert.
Ich habe mal eine Arb zwischen Tipico und Winamax gefunden. Beide steuerfrei, beide hatten Quoten die sich gegenseitig überschätzt haben. Habe auf beide Seiten gesetzt, garantiert zwei Prozent Gewinn gemacht. War ein guter Tag. Passiert vielleicht einmal im Quartal, wenn überhaupt.
Die Steuererklärung: Was müssen Wetter wissen?
Hier die gute Nachricht: Gewinne aus Sportwetten sind in Deutschland steuerfrei. Komplett. Egal ob du zehn Euro oder zehntausend Euro gewinnst, das Finanzamt will nichts davon. Sportwetten gelten als Glücksspiel, und Glücksspielgewinne sind nicht einkommensteuerpflichtig.
Die schlechte Nachricht: Verluste kannst du auch nicht absetzen. Du kannst nicht in deiner Steuererklärung angeben, dass du dreitausend Euro beim Wetten verloren hast und das mit anderen Einkünften verrechnen. Geht nicht. Glücksspiel ist steuerlich irrelevant, in beide Richtungen.
Das gilt aber nur für Hobbywetter. Wenn du Sportwetten gewerblich betreibst – und das ist eine komplizierte rechtliche Frage –, sieht es anders aus. Gewerbliche Wetter müssen Gewinne versteuern, können aber auch Verluste geltend machen. Klingt erstmal gut, ist aber ein Minenfeld.
Wann bist du gewerblicher Wetter? Wenn du systematisch, regelmäßig und mit Gewinnabsicht wettest. Wenn du Software nutzt, mehrere Accounts hast, tausende Euro im Monat umsetzt. Die Grenze ist schwammig. Das Finanzamt entscheidet das im Einzelfall.
Ich kenne genau einen Menschen, der als gewerblicher Wetter anerkannt wurde. Der macht das hauptberuflich, hat ein Büro, führt Bücher, zahlt Sozialversicherung. Das ist ein Full-Time-Job. Für Hobbywetter ist das keine Option und auch nicht erstrebenswert.
Mein Rat: Lass es als Hobby. Führe privat Buch über deine Wetten, für deine eigene Kontrolle. Aber versuche nicht, das als Gewerbe anzumelden. Der bürokratische Aufwand und die rechtliche Unsicherheit sind es nicht wert.
Die fünf Komma drei Prozent Wettsteuer, die du zahlst, kannst du übrigens auch nicht in der Steuererklärung geltend machen. Die ist einfach weg. Anders als die Kirchensteuer oder andere Abgaben, die du absetzen kannst. Die Wettsteuer fällt unter Glücksspiel und ist damit steuerlich irrelevant.
Internationale Perspektive: Wie macht es der Rest?

Deutschland ist mit seiner Wettsteuer ziemlich allein in Europa. Die meisten anderen Länder haben entweder gar keine Wettsteuer oder sie fällt anders aus.
Österreich hat keine Wettsteuer. Null. Du wettest, gewinnst oder verlierst, zahlst keine zusätzlichen Steuern. Das ist einer der Gründe, warum österreichische Buchmacher wie Bet-at-home oder Admiral so beliebt waren. Bis Deutschland sie mit der Lizenzpflicht rausgedrängt hat.
Die Schweiz hat ein föderales System. Jeder Kanton entscheidet selbst über Glücksspielsteuern. In manchen Kantonen zahlst du Steuern auf Gewinne über einem bestimmten Betrag, in anderen gar nicht. Es ist kompliziert, aber definitiv besser als die deutschen fünf Komma drei Prozent auf jeden Einsatz.
Großbritannien hatte bis zweitausendein eine Wettsteuer. Dann hat die Regierung sie abgeschafft. Das Ergebnis: Der Wettmarkt ist explodiert. Britische Buchmacher sind heute Weltmarktführer. Die Steuereinnahmen kommen jetzt über Unternehmenssteuern der Buchmacher, nicht über Belastung der Wetter. Ein System, das funktioniert.
Frankreich hat eine komplizierte Mischung aus verschiedenen Abgaben, aber auch da ist die Belastung für den einzelnen Wetter geringer als in Deutschland. Die meisten französischen Anbieter tragen die Kosten selbst.
Spanien, Italien, Portugal – überall sieht es besser aus als in Deutschland. Wir haben mit die höchste Wettsteuer in Europa. Kombiniert mit dem niedrigsten Einzahlungslimit. Deutschland ist für Sportwetter der schwierigste Markt in Westeuropa.
Das hat Konsequenzen. Viele internationale Buchmacher ziehen sich aus Deutschland zurück oder reduzieren ihr Angebot. Pinnacle, lange Zeit der Goldstandard für scharfe Wetter, ist nicht mehr verfügbar. Sbobet, Betfair Exchange – alles weg oder stark eingeschränkt.
Die deutsche Politik argumentiert mit Spielerschutz. Aber die Realität ist: Die Leute wetten trotzdem, nur unter schlechteren Bedingungen. Offshore-Anbieter ohne Lizenz werden attraktiver, obwohl sie illegal sind und keine Sicherheit bieten. Viele Wetter weichen auf VPN und ausländische Seiten aus. Das kann nicht der Sinn der Sache sein.
NEO.bet und die Kombiwetten-Nische
NEO.bet ist ein interessanter Sonderfall. Sie übernehmen die Wettsteuer für alle Kombiwetten, aber nicht für Einzelwetten. Das ist eine strategische Entscheidung, um sich zu differenzieren.
Für reine Kombi-Wetter ist NEO.bet damit die erste Adresse. Wenn du sowieso Kombis spielen willst, gibt es keinen Grund, woanders zu sein. Die Quoten bei NEO sind durchschnittlich bis gut, das Wettangebot ist breit, und die Plattform funktioniert stabil.
Aber hier kommt mein großes Aber: Kombiwetten sind mathematisch fast immer schlechter als Einzelwetten. Der Grund ist simpel. Bei einer Einzelwette hast du eine bestimmte Gewinnwahrscheinlichkeit. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Wahrscheinlichkeiten, und damit sinkt deine Gesamtchance drastisch.
Drei Einzelwetten mit je sechzig Prozent Gewinnchance. Einzeln gespielt hast du sechzig Prozent bei jeder. Als Kombi kombiniert: null Komma sechs mal null Komma sechs mal null Komma sechs gleich einundzwanzig Komma sechs Prozent. Deine Gewinnchance ist mehr als halbiert.
Die Quoten multiplizieren sich zwar auch, aber nicht genug, um das auszugleichen. Die Buchmacher haben bei Kombis in der Regel eine höhere Marge. Sie wissen, dass Leute Kombis aus Spaß spielen, nicht aus strategischen Gründen.
Also ist die Steuerfreiheit bei NEO.bet ein Vorteil? Ja, wenn du ohnehin Kombis spielst. Nein, wenn du dich nur wegen der Steuerfreiheit dazu verleiten lässt. Meine Empfehlung: Bleib bei Einzelwetten, nutze Tipico, Winamax oder Bet365. Nur wenn du eine wirklich gute Kombi siehst – zwei bis drei Auswahlen maximal, hohe Einzelwahrscheinlichkeiten – dann kannst du NEO.bet nutzen.

Ich habe ein NEO.bet-Konto als Backup. Nutze es vielleicht einmal im Monat für eine Zweier-Kombi. Mehr nicht. Mein Hauptgeschäft sind Einzelwetten bei steuerfreien Anbietern.
Tools und Tracking für steueroptimiertes Wetten
Excel ist dein bester Freund. Ich habe eine Tabelle mit allen Wettanbietern, ihren Steuerregelungen und einer automatischen Netto-Quoten-Berechnung. Sieht kompliziert aus, ist aber simpel.
Spalte A: Wettanbieter. Spalte B: Steuerfrei ja oder nein. Spalte C: Angebotene Quote. Spalte D: Netto-Quote nach Steuer. Die Formel für Spalte D: Wenn Spalte B gleich ja, dann Quote unverändert. Wenn nein, dann Quote geteilt durch eins Komma null fünf drei.
Mit dieser Tabelle kann ich in Sekunden sehen, welcher Anbieter für eine bestimmte Wette die beste Netto-Quote hat. Das spart nicht nur Steuern, es spart auch Zeit. Ich muss nicht jedes Mal im Kopf rechnen.
Ich tracke auch meine monatliche Steuerbelastung. Eine eigene Spalte in meinem Wett-Sheet: Steuer gezahlt. Bei steuerfreien Anbietern null, bei anderen fünf Komma drei Prozent des Einsatzes. Am Monatsende sehe ich, wie viel ich an Steuern gespart habe durch meine Account-Strategie.
Im letzten Jahr waren das etwa vierhundert Euro. Vierhundert Euro, die ich nicht gezahlt habe, weil ich strategisch die richtigen Anbieter genutzt habe. Das ist echtes Geld. Mehr als manch einer im Monat durch Wetten gewinnt.
Es gibt auch Online-Rechner für Wettsteuer, aber ich vertraue meinem eigenen Excel mehr. Da weiß ich, dass die Formeln stimmen. Und ich kann es nach meinen Bedürfnissen anpassen.
Manche Leute nutzen Wett-Apps mit eingebautem Tracking. Bet365 hat eine gute App, Tipico auch. Die zeigen dir automatisch, wie viel Steuer du zahlst oder sparst. Aber ich bevorzuge mein eigenes System, weil ich da alle Anbieter zusammen sehen kann.
Die Zukunft der Wettsteuer in Deutschland
Wird die Steuer irgendwann abgeschafft oder gesenkt? Ich bin nicht optimistisch. Der Staat kassiert damit Millionen. Im Jahr zweitausendvierundzwanzig waren es über hundert Millionen Euro Steuereinnahmen aus Sportwetten. Das gibt man nicht freiwillig auf.
Es gab mal Gespräche über eine Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags. Die sollte Ende zweitausendvierundzwanzig stattfinden. Ich habe davon nichts mehr gehört. Vermutlich ist alles beim Alten geblieben, weil der Staat zufrieden ist mit den Einnahmen.
Die Buchmacher-Lobby versucht, Druck zu machen. Sie argumentieren, dass die hohe Steuer den Schwarzmarkt fördert. Wetter weichen auf illegale Anbieter aus, weil die bessere Konditionen bieten. Das ist nicht gut für den regulierten Markt.
Aber politisch ist das ein heißes Eisen. Niemand will der Politiker sein, der Glücksspiel-Steuern senkt. Das sieht schlecht aus in der Öffentlichkeit. Lieber lässt man alles, wie es ist.
Meine persönliche Prognose: Die fünf Komma drei Prozent bleiben mindestens bis zweitausendachtundzwanzig. Vielleicht für immer. Wir müssen lernen, damit zu leben.
Was sich ändern könnte: Mehr Anbieter könnten die Steuer selbst übernehmen. Wenn Tipico, Winamax und Bet365 es schaffen, können andere es auch. Es ist eine Frage der Marktpositionierung. Ein Anbieter, der neu in den deutschen Markt kommt, könnte Steuerfreiheit als USP nutzen.
Ich hoffe auch, dass das Einzahlungslimit irgendwann gelockert wird. Eintausend Euro pro Monat ist für viele zu wenig. Zweitausend oder dreitausend wären realistischer. Aber auch da: Politisch schwierig. Niemand will als derjenige dastehen, der Glücksspiel fördert.
Realistische Erwartungen für Wetter in Deutschland
Lass uns ehrlich sein. Mit der aktuellen Steuer- und Regulierungslage ist es sehr schwer, in Deutschland dauerhaft profitabel zu wetten. Nicht unmöglich, aber schwer.
Du brauchst einen ROI von mindestens sechs bis sieben Prozent nach Steuern, um break even zu sein. Das schaffen vielleicht zehn Prozent der Wetter. Der Rest zahlt drauf. Manche wissen es, manche verdrängen es.
Wenn du Wetten als Hobby siehst, als Unterhaltung, dann ist das okay. Du zahlst für den Spaß, ähnlich wie beim Kino oder Konzert. Aber verkaufe dir nicht die Illusion, dass du damit Geld verdienst, wenn du nicht die Skills und die Disziplin hast.
Meine eigene Situation: Ich bin durch die Steueroptimierung von minus zwei Prozent zurück auf plus minus null gekommen. Das heißt, ich finanziere mein Hobby selbst, ohne draufzuzahlen. Für mich ist das ein Erfolg. Früher hatte ich plus vier Prozent, jetzt bin ich bei null, aber immerhin nicht im Minus.
Wenn du neu anfängst mit Wetten, rechne von vornherein die fünf Komma drei Prozent ein. Gehe nicht davon aus, dass du profitabel sein wirst. Setze dir ein Entertainment-Budget und halte dich daran. Die Steuer ist Teil des Preises.
Für die wenigen, die wirklich gut sind: Nutzt jeden Vorteil. Multiple Accounts, steuerfreie Anbieter, perfektes Bankroll Management. Seid besser als sechs Prozent ROI, dann könnt ihr auch in Deutschland langfristig gewinnen. Aber es wird ein Kampf.
Mein persönlicher Umgang mit der Steuer
Ich habe mich nach der Einführung der Steuer komplett umgestellt. Vorher hatte ich Accounts bei sieben verschiedenen Anbietern. Jetzt habe ich nur noch drei Hauptaccounts: Tipico, Winamax, Bet365. Alle steuerfrei.
Dazu habe ich zwei Backup-Accounts bei NEO.bet und Merkur Bets. Die nutze ich für spezielle Situationen – NEO für gelegentliche Kombis, Merkur wenn sie Steuer-Aktionen haben. Aber neunzig Prozent meiner Wetten laufen über die großen Drei.
Mein monatlicher Umsatz ist von etwa zweitausend Euro auf dreitausend Euro gestiegen. Nicht weil ich mehr wette, sondern weil ich das Limit ausnutze. Früher hatte ich einen Anbieter mit zweitausend Euro. Jetzt habe ich drei mit je eintausend. Gleiche Liquidität, bessere Verteilung.
Ich zahle mittlerweile praktisch keine Wettsteuer mehr. Vielleicht fünf bis zehn Euro im Monat, wenn ich mal bei einem anderen Anbieter eine spezielle Quote nutze. Aber im Durchschnitt bin ich bei null. Das sind sechshundert Euro im Jahr, die ich spare.
Diese Ersparnis hat meinen ROI nicht positiv gemacht. Aber sie hat mich davor bewahrt, tiefer ins Minus zu rutschen. Ohne die Steueroptimierung wäre ich bei minus fünf Prozent. Mit ihr bin ich bei null. Das ist der Unterschied zwischen aufhören müssen und weitermachen können.
Ich führe detailliert Buch über jede Wette. Datum, Anbieter, Quote, Einsatz, Ergebnis, gezahlte Steuer. Am Ende des Jahres ziehe ich Bilanz. Schaue, wie viel ich gespart habe, wo ich noch optimieren kann. Das ist Aufwand, aber er lohnt sich.
Die unbequeme Wahrheit
Die fünf Komma drei Prozent Wettsteuer sind ein Erfolg für den Staat und ein Desaster für Wetter. Sie generieren Einnahmen, reduzieren die Attraktivität von Glücksspiel und treiben Leute in den Schwarzmarkt. Eigentlich alle verlieren, außer dem Finanzamt.
Ich verstehe die Motivation hinter der Steuer. Spielsucht ist ein echtes Problem. Glücksspiel kann Leben zerstören. Aber ob eine Einsatzsteuer der richtige Weg ist, bezweifle ich. Sie trifft Hobbywetter genauso wie Problemspieler. Sie macht das Wetten weniger attraktiv, verhindert Sucht aber nicht.
Es gäbe bessere Ansätze. Limits pro Spieler über alle Anbieter hinweg. Verpflichtende Pausen nach Verlusten. Bessere Aufklärung über Wahrscheinlichkeiten. Aber stattdessen: Fünf Komma drei Prozent Steuer und alle Probleme sind gelöst. Zumindest in der Theorie.
In der Praxis werden die meisten Wetter weiterhin verlieren. Die Steuer macht es nur schneller. Die wenigen Gewinner werden weniger gewinnen. Und der Staat kassiert. So läuft das Spiel.
Mein Fazit nach vier Jahren mit der Wettsteuer: Sie ist gekommen, um zu bleiben. Wir können uns beschweren, aber ändern wird sich nichts. Also bleibt nur, das Beste daraus zu machen. Steuerfreie Anbieter nutzen, clever sein, realistisch bleiben. Mehr können wir nicht tun.